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In den Medien ist in letzter Zeit viel die Rede von der "unblutigen Form" des Herzkatheters durch die sogenannte Herz-Computer-tomographie, durchgeführt mit extrem schnellen Computertomographen. Soviel vorab: Diese Berichte sind in der Tat eher reisserisch zu nennen, denn: Diese Untersuchung kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt die klassischen Herzkatheter-untersuchungen nicht ersetzen und wird dies auch in absehbarer Zeit nicht können, da die Auflösung zur Darstellung sämtlicher Koronargefäße immer noch zu gering ist. Weiterhin kann man nur mit dem klassischen Herzkatheter hochgradige Engstellen der Koronargefäße behandeln (Ballonaufdehnung und Implantation von Gefäßstützen, sogenannten Stents). Dies geht selbstverständlich mit dem CT nicht. Wahr ist jedoch, daß diese neue Technik eine Erweiterung unserer diagnostischen Möglichkeiten darstellt und manchmal einen Herzkatheter überflüssig macht bzw. hiermit der Verdacht auf kritische Herzkranz-gefäßverengungen erhärtet wird. Durch eine Teilpraxisgemeinschaft mit dem Cardio-CT München können wir diese moderne Technik unseren Patienten bereits anbieten. Bisher werden die Kosten jedoch nur von Privaten Krankenkassen erstattet. Gesetzlich krankenversicherte Patienten müssen die Kosten in der Regel noch selber tragen. In Einzelfällen ist jedoch auf Antrag auch eine Kostenübernahme möglich. Links oben sehen Sie das Bild eines Cardio-CT mit Darstellung der Herzkranz-gefäße.

 

Der Goldstandard zum Nachweis/Ausschluß einer koronaren Herzerkrankung ist immer noch die Herzkatheteruntersuchung. Nach Lokalanästhesie und Punktion der Leiste oder des Unterarmes, wird ein kleiner Plastikschlauch (sogenannte Schleuse), der als Ventil wirkt, dort eingesetzt. Über diese Schleuse wird der eigentliche Herzkatheter eingeführt und Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße gespritzt. Hiervon wird dann ein Röntgen-Film angefertigt. Engstellen in den Herzkranzgefäßen kommen im Röntgen als Kontrastmittelaussparungen zur Dar-stellung. Links im Bild sehen Sie die rechte Herzkranzarterie mit mehreren solcher Engstellen. Diese Engstellen können mit einem Ballon in gleicher Sitzung aufgedehnt werden. Häufig wird zusätzlich noch eine Gefäßstütze (sogenannter Stent) eingesetzt, um die Erfolgsrate (Rate der offenen Gefäße nach 6 Monaten) zu erhöhen. Neuerdings sind diese Stents zusätzlich mit einem Chemo-therapeutikum beschichtet, um die Erfolgsrate nochmals zu verbessern.

Diese Untersuchungen/Prozeduren werden von uns im Krankenhaus München-Schwabing durchgeführt. Herzkatheteruntersuchungen können in der Regel ambulant durchgeführt werden, während Ballondilatationen einen stationären Aufenthalt von mindestens 24 Stunden bedingen.

Kardiologische Praxis Schwabing | kardioschwabing@t-online.de