Der Goldstandard zum Nachweis/Ausschluß einer koronaren Herzerkrankung ist immer noch die Herzkatheteruntersuchung. Nach Lokalanästhesie und Punktion der Leiste oder des Unterarmes, wird ein kleiner Plastikschlauch (sogenannte Schleuse), der als Ventil wirkt, dort eingesetzt. Über diese Schleuse wird der eigentliche Herzkatheter eingeführt und Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße gespritzt. Hiervon wird dann ein Röntgen-Film angefertigt. Engstellen in den Herzkranzgefäßen kommen im Röntgen als Kontrastmittelaussparungen zur Dar-stellung. Links im Bild sehen Sie die rechte Herzkranzarterie mit mehreren solcher Engstellen. Diese Engstellen können mit einem Ballon in gleicher Sitzung aufgedehnt werden. Häufig wird zusätzlich noch eine Gefäßstütze (sogenannter Stent) eingesetzt, um die Erfolgsrate (Rate der offenen Gefäße nach 6 Monaten) zu erhöhen. Neuerdings sind diese Stents zusätzlich mit einem Chemo-therapeutikum beschichtet, um die Erfolgsrate nochmals zu verbessern.
Diese Untersuchungen/Prozeduren werden von uns im Krankenhaus München-Schwabing durchgeführt. Herzkatheteruntersuchungen können in der Regel ambulant durchgeführt werden, während Ballondilatationen einen stationären Aufenthalt von mindestens 24 Stunden bedingen.